Habe eben auf FreshZweiNull interessante News zum Thema MP3-Handel aufgeschnappt! Auf der Website Bopaboo.com gibt es einen neuen Marktplatz für gebrauchte MP3s. Kurz zum Inhalt: Der Nutzer kann Stücke aus seiner Musiksammlung anbieten, die sie gekauft haben aber mittlerweile nicht mehr hören will. Jeder User kann eine MP3 nur einmal anbieten und verpflichtet sich laut Bopaboos Geschäftsbedingungen dazu, die Datei nach dem Verkauf vom Rechner zu löschen. Die Musikindustrie ist wieder einmal der Geschädigte der Aktion. Wie könnte man das Problem entschärfen?
Der Weiterverkauf von MP3s ist im Grunde nicht legal! Manche Juristen setzen den Weiterverkauf allerdings dem Weiterverkauf von Venyl und Compact Discs gleich, was rechtlich in den meisten Ländern wieder ok ist.
Ganz klar bedarf es hier endlich einer eindeutigen gesetzlichen Regelung für die Handhabung von MP3s. Beispielsweise könnte man das Ganze durchaus für gut befinden sofern der Künstler, das Label etc. auch beim Weiterverkauf wiederum etwas von den Gewinnen für sich beanspruchen könnten. In dem Falle hätte das Geschäftsmodell sicherlich Zukunft denn viele MP3s hört man sich nach einer bestimmten Zeit einfach nicht mehr an. Bei einem Weiterverkauf könnten alle Parteien nochmal einen zusätzlichen Gewinn einstreichen den es sonst nicht gegeben hätte.
Auch muss man hier erwähnen, dass ein Weiterverkauf auch seine positiven Seiten besonders für den Künstler hat. Viele Menschen sind auch heute noch nicht bereit pro Song einen knappen Euro zu berappen und laden die Sachen dann lieber illegal vom Server oder lassen es einfach ganz sein.
Kann man die MP3s erst mal etwas billiger haben wird der Download über solche Portale für neue, finanziell schwächer gestellte User zunehmend interessant, was für den Künstler wiederum zu einem erweiterten Hörerpublikum, damit zu einem größeren Fankreis und damit zu höheren Ticketverkäufen bei Konzerten führt. Und ohne Zweifel stellen Konzerte eine immer wichtigere Einnahmequelle für Künster dar.
Aus diesem Blickwinkel könnte ich mir auch eine Kooperation zwischen den Ticketverkäufern bzw. Eventveranstaltern und genannten Portalen vorstellen. Würde man beispielsweise über jeden Kauf einer MP3 Punkte bei z.B. Ticketmaster ansammeln, welche man später beim Kauf von Konzertkarten einlösen kann, könnte über diesen Weg die Konzert- und Eventindustrie gefördert werden, was dann wiederum den Künstern bzw. der Musikindustrie indirekt zugute kommt.
Soviel meine spontanen Eingebungen. Wenn ihr noch weitere Gedanken dazu habt – es gibt sicher noch mehrer Auswege aus der zu Beginn geschilderten Misere – dann einfach im Kommentarfeld posten. Würd mich freuen den Gedanken gemeinsam mit Euch weiter zu führen
Wolfgang arbeitete nach seinem Diplomstudium mit Schwerpunkt "Tourismus & Servicemanagement" als Unternehmens- berater im Tourismus. Weitere Erfahrungen im Bereich Event- und Directmarketing in Kanada führten Ihn ins Destinationsmana- gement bei Südtirol Marketing (SMG).