Convenient Nature – MCI Tourismus Symposium 2009

In: Produktentwicklung im Tourismus|Südtirol|Tourismus Trends|Wandertourismus

22 Jun 2009

mci tourismus symposium 150x150 Convenient Nature   MCI Tourismus Symposium 2009Vergangenen Freitag hatte ich die Ehre dem MCI Tourismus Symposium 2009 zum Thema “Convenient Nature” beizuwohnen. Anhand der Teilnehmerlisten, auf welcher u.a. Vertreter der Tirol Werbung, der Tiroler Wirtschaftskammer, Svarowsky, Ötztaltourismus (und selbstverständlich zahlreiche Vertreter aus Südtirol) zu finden waren, lies sich das große Interesse am Thema erkennen. Die wichtigsten Inhalte hier im Schnelldurchlauf…
Was bedeutet “convenient“? Das Wort lässt sich übersetzen als bequem, angenehm, angepasst, günstig, erleichtert. In diesem Zusammenhang wird das Unbehagen angesprochen, welches mit dem alpinen Wanderangebot verbunden wird. Der Großteil des derzeitigen Wanderangebotes sowie der naturpädagogischen Angebote überfordert ein breiteres Publikum und spricht dieses erfahrungsgemäß nur mäßig an, so Mag. Günther Lehar, MCI Tourismus. Der Ansatz der Convenient Nature stellt nun einen programmatischen Ansatz dar, das “natürliche Angebot” möglichst eng an anktuelle menschliche und gesellschaftliche Entwicklungen und Bedürfnisse anzupassen. Natur soll für alle einfach und schnell, vor allem aber bequem zugänglich gemacht werden, ohne dass die Natur dabei Schaden nimmt.
Interessantes Beispiel: der Baumkronenweg (weil dabei die Natur keinen Schaden nimmt? :D …wurde übrigens später auch im Symposium in Frage gestellt).

In Folge dazu erläuterte Prof. Dr. Felizitas Romeiß-Stracke die historische Entwicklung hin zu diesem “Trend”. Die “Zielgruppe” der LOHAS, künftig etwa 1/3 der Bevölkerung in den westlichen Quellmärkten (1/3 Aktive, 1/3 Passive), bietet Chancen aber auch Herausforderungen, sich als Destination in diese Richtung neu zu definieren. Es geht nicht mehr nur um Angebote verschiedener Leistungsträger am Markt, sondern darum, umfassende Lebenssituationen für die LOHAS und ähnliche Lebensstil-Gruppen vor Ort, in den Regionen zu formen.

Interessant: 74% der deutschen Urlauber sehen eine schöne Landschaft als Basiskriterium bei der Destinationswahl. Für immer hin noch 35% gilt es als wichtiges Kriterium bei der Wahl. 56% hatten ihre glücklichsten Momente in der Natur.

Erwartungen an die Natur:
- Suche nach Indivudualität und Athentizität
- Abbruch des Kontrollzwangs
- Ausbruch aus der domestizierten Umwelt
- Kampf/Angstlust
- Steigerung der Ich-Bezogenheit
- Heilung der Seele (soziale Probleme)
(alleinstehende Männer stürmen laut Statistik sehr häufig die Berggipfel :D )
- soziale Distinktion

Den besten Part übernahm Dr. Rainer Brämer. (Vorsicht: hässliche Website, deshalb ist auch schon eine neue im Aufbau: natursoziologie.de! Prädikat: lesenswert!) Thema: Naturerlebnis optimieren – Erfolgskriterien für die Gestaltung von Premium-Wanderwegen! Ja richtig gehört! PREMIUMWANDERWEGE! Die werden mittlerweile sogar zertifiziert: Deutsches Wandersiegel. Hier wird vom Wegformat, über das Wanderleitsystem bis hin zur Kultur- und Naturlandschaft alles in Kritieren gefasst die es zu erfüllen gilt! Das ganze ist “radikal Kundenorientiert”, so der Referent :) Weitere Zertifikationen: Traumpfade. Derartige Projekte sind von großem Erfolg gekrönt!!

Erfolgskriterien:
1. Premiumqualität, hohe Investitionen und Markenbildung
(ich bin der Meinung zweitere werden das meiste zutun!)
2. Identifikation der Bevölkerung mit den Wanderwegen.

Prominentestes Beispiel: Der Rothaarsteig.
Interessant: 2008: 56% der Deutschen wandern, 90% davon wandern auch im Winter!!!, 70% wandern im Gebirge. Durchschnittsalter 49 Jahre, davon 50% mit höheren Bildungsgraden (die Dummen fahren in Ihrer Freizeit Golf GTI :D )
Links: wanderforschung.de; natursoziologie.de


Mag. Birgit Frischmut
vom MCI Tourismus sprach darauf das Thema Outdoor-Sportarten an. Essenz der Aussage: Outdoor muss “convenienter” werden (ich würde das “more convenient” nennen, aber naja… auf ein “sauberes Deutsch” wird offensichtlich nicht viel Wert gelegt beim MCI, was auch Dr. Andreas Altmann schon zu Beginn der Veranstaltung sympatisch kritisierte ;) ) Man soll die Menschen an der Hand nehmen und sie langsam in das Thema Outdoor einführen, sonst hat das Thema nie Chancen auf Massentauglichkeit (wobei sich fragt wer sowas überhautp anstrebt!)

Zum Abschluss gabs einige Beispiele für innovative Projekte im Bereich touristische Produktentwicklung. Das interessanteste mit Potential für Südtirol: das E-Bike.

Im Großen und Ganzen einen gut organisierte Veranstaltung mit interessanten Inhalt für die kurze Zeitspanne die den Referenten zur Verfügung stand. Man merkt aber auch, dass es in diesem Bereich im Alpenraum noch viel zu tun und viel zu untersuchen gibt!
Negativ: die Folien waren fast permanent unlesbar -> Beleuchtung und Raumwahl Jungs? Auch muss nicht immer jedes zweite Wort ein englisches sein. Deutsch ist eine schöne Sprache und wenn in einer Graphik ein Höchstpunkt erreicht wird, dann muss das nicht zwangsläufig gleich als “Peak” betitelt werden (eines von etwa 200 Beispielen).

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Wolfgang Toechterle's Facebook Profile

Wolfgang arbeitete nach seinem Diplomstudium mit Schwerpunkt "Tourismus & Servicemanagement" als Unternehmens- berater im Tourismus. Weitere Erfahrungen im Bereich Event- und Directmarketing in Kanada führten Ihn ins Destinationsmana- gement bei Südtirol Marketing (SMG).

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