In: Webmarketing
29 Jan 2009
Ein Blog bringt nichts! Klar kann man das so pauschal nicht sagen! Aber in etwas abgeschwächter Form stimmt die Aussage! Als ich neulich die Studie zu den Online-Marketing-Trends 2009 von Absolit durchgegangen bin, sind mir ein paar Fakten zum Thema Blogging (ich spreche hier primär vom Thema Corporate Blogging) aufgefallen die ich euch einfach nicht vorenthalten will.
Warum bringt also Corporate Blogging nichts? In der Studie kann man lesen:
So war das Thema Blogin der Vergangenheit überbewertet. 2007 wollten noch knapp sechzig Prozent der Unternehmen verstärkt bloggen; 2009 sind es nur noch 48 Prozent.
Die 12 Prozent habens mittlerweile gelernt! Bravo! Wenn man ein kleines Unternehmen ist, das in der Regel alles andere als freie Kapazitäten zu seiner Verfügung hat, dann sollte man nicht die Menschen fürs bloggen bezahlen! Denn in der Zeit, in der ein Mitarbeiter täglich das Weblog pflegt, könnte er seine Arbeitskraft in sichtbaren Umsatz verwandeln. Die Praxis hat einfach gezeigt, dass nur sehr wenige Corporate Blogs wirklich etwas bringen. So auch zu lesen in der Studie…
…und das, obwohl es nur wenige Beispiele guter Corporate Blogs gibt.
Das Schlimme an der ganzen Situation: Abgesehen von den 12 Prozent die das schon verstanden haben, wollen die anderen kleinen Unternehmen ihre Blogging-Aktivitäten sogar überdurchschnittlich VERSTÄRKEN! (siehe Graphik). Stattdessen wird der sehr wichtige Bereich des SEM am Durchschnitt gemessen weniger stark ausgebaut!
Ich hoffe die kleineren Unternehmen lesen Studien wie diese. Vielleicht wachen die ja auf wenn Sie sehen was die größere Konkurrenz in diesem Jahr so vor hat. Beruhigend finde ich dann wieder untenstehende Graphik: An der Gesamtheit der Unternehmen gemessen scheint die Lektion “Weblogs” langsam gelernt zu werden!
Wolfgang arbeitete nach seinem Diplomstudium mit Schwerpunkt "Tourismus & Servicemanagement" als Unternehmens- berater im Tourismus. Weitere Erfahrungen im Bereich Event- und Directmarketing in Kanada führten Ihn ins Destinationsmana- gement bei Südtirol Marketing (SMG).
4 Kommentare bei Ein Blog bringt nichts – 12% habens gelernt!
Stefan Waidele
Januar 30th, 2009 at 13:30
Ich will Blogs weder verteidigen noch schlecht reden.
Aber dass die Studie von jemanden herausgegeben wird, der hauptsächlich Newsletter-Seminare anbietet ist Dir schon klar, oder?
Die Befragten lesen einen Newletter eben dieser Firma – in dem wohl eher für E-Mail-Newletter statt für Blogs geworben wird.
Und dass 15% weniger unternehmen das Bloggen in 2009 “verstärken” wollen, das könnte auch bedeuten, dass diese auf “hohem Niveau unverändert” weiterbloggen.
Aber ich hatte nur Zugriff auf die Kurzfassung der Studie, daher kann ich sie auch nicht wirklich beurteilen.
Und wie gesagt: Ich bin nicht hier, um Blogs zu verteidigen.
PS: Sag bescheid, bevor Du mit dem Bloggen aufhörst, dass ich den Newsletter abonieren kann
Wolfgang
Januar 30th, 2009 at 13:44
Hallo Stefan,
ich geb dir recht! Klar ist die Studie nicht einwandfrei. Wenige Studien sind das. Die meisten färben die Wirklichkeit so wie sie der Auftraggeber bzw. Sponsor der Studie gerne hätte.
Dennoch: die Studie ist nicht der wesentliche Inhalt dieses Beitrages. Die war im Grunde nur der Aufhänger für den poppigen Titel
Es geht darum dass einfach sehr wenige Corporate-Blogs wirklich funktionieren, gut sind und auch was bringen – immmer verglichen mit der Zeit die man in ein Blog stecken muss. Für diese Erkenntnis reichen 30 Minuten Blogrecherche. Man vergleiche die guten Blogs mit der Grundgesamtheit an Corporate Blogs. Das von dir so genannte “hohe Niveau” auf welchem vielleicht weitergebloggt wird gibt es meiner Meinung nach einfach nicht.
Und ja: die Newletter werd ich mir jetzt sicher abonnieren, denn jetzt möcht ich echt wissen ob sich die Inhalte großteils auf Newsletter beziehen
…ach ja und: Danke für Deine Meinung!
Daniel
Januar 30th, 2009 at 18:45
Das ist ja so zum Schreien, dass ich besser nichts dazu sage. Eine einzige Frage reicht: WIE WURDE DENN DAS GEMESSEN? Mit der Frage im HInterkopf wirst du die Studie dermaßen zerbröseln können, dass es schade war, sie auf Papier zu drucken. Sorry etwas drastisch.
Brandingeffekte zu messen – klar geht immer nur über den ROI. Und überhaupt… Markenimage drückt sich gleich und sofort in Umsatzsteigerungen aus. Eh klar. *ACHTUNG IRONIE*.
Oh mann. Wahrscheinlich war es der Praktikant, der die Studie gemacht hat (also der Praktikant vom Hausmeister)…
Wolfgang
Januar 31st, 2009 at 13:02
Aber da wir schon beim Brandingeffekt von Corporate Blogs sind: Den gibs. Das stimmt! Der lässt sich schwer messen! Alles klar. Aber doch auch nur wenn das Blog ein gutes ist nicht wahr? Wenn in das Blog hunderte Stunden an Arbeit reingesteckt werden und es ist am Ende des Tages dann doch kein “gscheites Blog”, dann wird da auch niemand sagen: “Wow, die Leute in dem Unternehmen habens echt drauf, die Merk ich mir!
Wenn das Blog wirklich gut ist, dann ist alles ok, nur gibt es von diesen einfach recht wenige.
By the way: ich spreche von:
Corporate Blogs die in der offiziellen Arbeitszeit von Mitarbeitern gepflegt werden! Was eine Arbeitskraft die Stunde kostet, darüber glaub ich muss ich hier nicht sprechen…
Ich spreche NICHT von Blogs bei denen die Mitarbeiter oder die Chefs in ihrer Freizeit freiwillig bloggen da es ihnen Spaß macht, denn in dem Falle ist das Ganze in meinen Augen vollkommen legitim auch wenn das Blog dann nicht den angestrebten Erfolg bringt.