PR-Arbeit in den neuen Märkten:
3 Fragen an Maximilian Alber

In: Public Relations im Tourismus|Tourismus Trends|Tourismus in Südtirol

30 Jul 2009

maximilian alber Ich hatte neulich das Glück Maximilian Alber, den PR-Verantwortlichen für die Zentraleuropäischen Märkte in der SMG, für ein kurzes Interview hier im Blog zu begeistern. Auf die relativ spontanen Fragen von mir zum Thema erfolgreiche PR-Arbeit gabs interessante Antworten!

1. Erfolgreiche PR-Arbeit: worauf kommt’s an?

Erfolgreiche PR-Arbeit beginnt mit der Auswahl der richtigen Medien, so ist beispielsweise eine hohe Auflage nicht immer Zeichen für Qualität (Bsp. BILD). Um dies zu erreichen kann vor allem in schnell wachsenden Märkten – Beispiel Polen und Tschech. Republik, in denen die Medienlandschaft noch nicht so etabliert ist, eine Zusammenarbeit mit einer Agentur vor Ort sehr hilfreich sein.
Wichtig ist, Medien anzusprechen, welche von der angestrebten Zielgruppe gekauft/gelesen/gesehen werden und nur diese. In Information overflow – Zeiten gilt es die Botschaft direkt den potentiellen Gast/Kunden zu senden und den Streueffekt möglichst gering zu halten. Maßgeschneiderte Südtirol-Themen spielen, die zu den jeweiligen Containern der Medien passen, aber trotzdem nicht mit der angestrebten Positionierung in Konflikt geraten.

2. Drei Fragen an einen Journalisten wenn ich wissen will ob er gut ist?

Schwierige Frage. Im Vordergrund steht weniger ob der Journalist/in gut oder schlecht ist – es gibt auch schlechte Journalisten bei guten Medien – sondern vielmehr ob ich es schaffe sein Interesse zu wecken und er/sie sich von der Destination Südtirol überzeugen lässt. Dabei ist es natürlich wichtig, dass ich weiß für welches Medium er/sie schreibt um so den richtigen Zugang zu schaffen. Im Vorfeld kann ich Informationen einholen (Agentur/Internetrecherche/usw.), welche für eine erfolgreiche Zusammenarbeit förderlich sind, aber dennoch nicht immer eine Publikation garantieren.

3. PR in den neuen Märkten vs. PR in den Hauptmärkten? Gib’s da Unterschiede?

Der grundlegende Unterschied ist die Dynamik und die Größe der Medienlandschaft in den neuen Märkten, sprich Polen und Tschech. Republik. Während in den Hauptmärkten – Deutschland und Italien – neben der SMG sehr viele Stakeholder (Hotels,TVBs, TVs, usw.)  seit geraumer Zeit tätig sind und die Destination Südtirol einen mehr oder weniger konsolidierten Stand hat, haben die zentraleuropäischen Länder eine viel kleinere und unerfahrenere Medienlandschaft, die jedoch in ständiger Bewegung steht.
Weniger Konkurrenz am Markt bedeuted zwar mehr Möglichkeiten, doch musste (und muss immer noch) Vorarbeit geleistet werden. Die Märkte wurden nachhaltig an die Destination herangeführt, gleichzeitig lassen verbesserte sozioökonomischen Bedingungen die Zielgruppe jedes Jahr wachsen. PR versucht durch das Anbieten von Südtirol-Themen redaktionelle Beiträge in Zeitungen, Magazinen, Fernsehen und Internetportalen zu erzielen und so diese Zielgruppe mit Informationen zu versorgen.
Das Interesse an diesen Ländern und deren sehr eindrucksvollen Wachstumsraten (GDP) in den letzten Jahren gepaart mit der geringeren Anfälligkeit an Konjunkturschwankungen machen sie so attraktiv wie noch nie (nicht nur für touristische Unternehmungen – siehe SALEWA, Technoalpin und v.a.). Gerade deswegen wird es wichtig sein auch in Zukunft gemeinsam Kernbotschaften und Alleinstellungsmerkmale aufzuzeigen, Südtirol als Marke zu etablieren und so an die guten Ergebnisse der letzten Jahre anzuschließen.

Vielen Dank auch auf diese Wege nochmals an Maximilian Alber für die Möglichkeit des kurzen Interviews. Ich möchte hier nochmals betonen, dass er mich gewarnt hat: es gäbe noch vieles hinzuzufügen, nur hoffe ich ihr versteht, dass hierfür der Rahmen des Blogs wohl gesprengt würde!
Falls es Fragen geben sollte: einfach unten rein! Max wird persönlich antworten… hoff ich zumindest ;)

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2 Kommentare bei PR-Arbeit in den neuen Märkten:
3 Fragen an Maximilian Alber

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Christian

August 2nd, 2009 at 16:32

Frage: Bringt es mir als einzelner Gastbetrieb eigentlich was wenn ich einmalig in einem Artikel in einer Zeitschrift genannt werde und dann nie wieder (weil ich dort dann wohl kaum anschließend Werbung schalten werde)? Grüße, Christian

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Max

August 4th, 2009 at 09:11

@Christian:
Ich denke es ist bestimmt positiv wenn ein einzelner Gastbetrieb redaktionell(und nicht im Rahmen einer Anzeige!) namentlich in Medien genannt wird (im bestmöglichen Fall mit einem Link versehen) , welche 30.000-800.000 Leser ansprechen. Auch wenn dies nur einmalig geschehen sollte(muss aber nicht).
Nicht jeder Betrieb, der beispielweise im GEO Saison Special Südtirol – Deutschland, redaktionell vorkommt schaltet daraufhin ein Anzeige, auch wenn das bestimmt den Wahrnnehmungsfaktor erhöhen würde.

Wir dürfen nicht vergessen, dass polnische/tschechische Gäste nicht
so “südtirolerfahren” sind wie etwa Deutsche oder Italiener. Geht es doch hier noch in erster Linie darum Südtirol und seine Ferienregionen vorzustellen, zu zeigen was wir glauben/denken besser zu können/zu haben und somit Begehrlichkeit erzeugen.

Hoffe dir geholfen zu haben.Grüße Max

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Wolfgang Toechterle's Facebook Profile

Wolfgang arbeitete nach seinem Diplomstudium mit Schwerpunkt "Tourismus & Servicemanagement" als Unternehmens- berater im Tourismus. Weitere Erfahrungen im Bereich Event- und Directmarketing in Kanada führten Ihn ins Destinationsmana- gement bei Südtirol Marketing (SMG).

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