Was viele Hotels in Südtirol im Web falsch machen!

In: Tourismus Trends|Tourismus in Südtirol|Wandertourismus

16 Jul 2009

Wanderbare AlmWie schon erwähnt durfte ich heute dem Event “Wanderbare Alm” im Schlosshotel Mirabell in Seis am Schlern beiwohnen. Wie befürchtet war es sehr heiß da oben (viel zu wenige Sonnenschirme! Eventmanagement: Setzten: 5! *Scherz* Die Idee mit dem Piknik fand ich gut) dafür waren die Referenten umso interessanter. Besonders interessant fand ich die Inhalte von Herrn Erik Neumeyer, Koordinator „Wanderbares Deutschland“, und stellv. Geschäftsfu?hrer Deutscher Wanderverband. Auch über “Fehler” im Internet wurde gesprochen!

Doch weil wir in Südtirol sind lest ihr bitte alle vor den Webnews die kurze Zusammenfassung zum Thema Wandern, denn das geht uns alle an! :) Ich fass mich kurz:

Die Worte von Prof. Dr. Harald Pechlaner waren in Ihren Grundzügen dieselben wie jene beim letzten MCI Tourismus Symposium. Zu Herrn Neumeyer im “Schneller-geht-nicht” – Durchlauf:

  • Früher hatten die Alpen eine weitgehende Monopolstellung als Wanderdestination.
  • Mittlerweile haben das Wandern als Markt beinahe alle Länder Europas entdeckt, entsprechend hoch ist die Konkurrenz in den letzten Jahren geworden und entsprechend muss man sich von der Konkurrenz zusehends unterscheiden.
  • Jüngere Wanderer ziehen als Zielgruppen nach, dennoch bleibt die Hauptzielgruppe NOCH die 50 bis 65-Jährigen.
  • Die wenigsten wollen ins Hochgebirge! Wir haben in Südtirol Top-Voraussetzungen genau in dem Bereich der gesucht wird: Schutz- und Almütten, Quellen, Höhenwanderwege, etc. -> leichtes, sinnliches Wandern ist gefragt!
  • Wanderwege müssen perfekt ausgeschildert sein! Die wenigsten könne eine Karte richtig lesen und auch die Menschen dies nicht können sollen sich jederzeit sicher auf den Wegen fühlen. Gefühl der Sicherheit -> Erfolgsrezept.
  • Der Hoterlier hatts in der Hand: ein Wandertag kann auch noch so daneben gehen, wenn der Gastwirt gut drauf ist und weiß wie mit seinen Gästen umgehen, dann verzeiht der Wanderurlauber viel!
  • Unsere große Chance: unser einheitliches Markierungssystem auf den Wanderwegen. Das kann uns kaum einer nachmachen da bei uns der seltene Fall gegeben ist, dass uns AVS als Dach fungiert. In Deutschland bspw. gibt es mehr als 200 versch. Organisationen die diese Aufgabe inne haben.

Und jetzt zum Web: “Wandern” ist wieder in! Man darf das Wort wieder sagen und laut Aussagen von Herrn Neumeyer soll das Thema Wandern schon auf der Startseite einer jeder Website zu finden sein. Ich geh nicht wegen dem Hotel nach Südtirol, sondern der Haupturlaubsgrund des Gastes ist das Wandern.
Auf vielen Websites in Südtirol (der Herr hatts geprüft!) muss man diesen Menüpunkt erstmal suchen und wenn man ihn gefunden hat, dann ist man meist enttäuscht von den viel zu düftigen Inhalten. Von Bildern ganz zu schweigen! Auf wievielen Websites finden sich denn Bilder von den Highlights der schönsten Wanderwege?

Insofern hat der Referent auch die Verlinkung auf trekking.suedtirol.info empfohlen! Er findet die Seite einfach nur toll! Einen derartigen Pool an Wanderungen gebündelt dem Gast durch eine Nicht-Verlinkung vorzuenthalten empfindet der Referent  als einen rießigen Fehler! (und der Mann ist ein Profi!).
Da hören wir`s!


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6 Kommentare bei Was viele Hotels in Südtirol im Web falsch machen!

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Stephan

Juli 17th, 2009 at 06:46

Die Markierungen koennen auch einheitlich sein, trotztdem sind manche Wanderwege so schlecht beschildert das man auch mit den Karten von trekking.suedtirol.info total aufgeschmissen ist..

Sachade das man Google Maps oder Virtual Earth zum Wandern nutzen kann, denn “nach 100m abbiegen” ist einfacher als “Nehmen sie den Weg 51b” wenn niergends diese Nummer steht und man erstmal 1km laufen muss um einen Wegweiser zu finden und nach weiteren 2 Km stellt man fest, es ist die falsche Richtung.

trekking.suedtirol.info hat zwar gutes Kartenmaterial und tolle Wanderungen, aber die integration auf die eigene Homepage ist eine Wissenschaft fuer sich, komplizierter konnte es wirklich nicht machen, dabei haben es 1000 von Portale schon gezeigt wie es geht, ich sag nur youtube…

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daniel

Juli 17th, 2009 at 06:53

hallo wolfi

stimmt … aber wie bereits step erwähnte ist der einbau von trekking in die websites sub-optimal … zudem ist das generieren und anlegen von wanderungen nicht für jeden hotelier verständlich

ich persönlich setze da auf die wandermap (www.wandermap.net), bietet mir mehr komfort, und vor allem ganz wichtig: man kann bei der wanderung klickpunkte definieren und diese mit einem foto versehen, d.h. der wichtigste teil, nämliche die visuelle/emotionale ansprache fehlt bei trekking komplett – der direkte Bezug zum genauen Punkt auf der Wanderung in Verbindung mit dem Foto fehlt total.

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Hanspeda

Juli 17th, 2009 at 07:18

Grundsätzlich finde ich trekking.suedtirol.info cool…

vom Einbau her stimmt aber was Stephan sagt.
wandermap.net ist viel einfacher…

was auf trekking.suedtirol.info fehlt. Ich kann die Route nicht drucken! So ein Käse.

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Christian

Juli 17th, 2009 at 09:23

Vielleicht muss dem Stephan mal jemand die Markierungen erklären:

Stephan, für Dich als “Zugewanderter”: einfach nur der Rot-Weißen Markierung folgen! Dann kannst Du gar nicht vom Weg abkommen. Kreuzungen sind ausnahmslos perfekt ausgeschildert. Man kann sich also bedenkenlos ohne jeglichen technischen Schnickschnack auf die Wanderung begeben! ;)

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Alexander

Juli 17th, 2009 at 10:22

Sehr interessant. Eine kleine Kritik an den AVS und seine neuen Schilder: Die italienischen Bezeichnungen fehlen fast überall.

Das ist mir zwar ziemlich egal, aber in vielen auch heute noch in den Läden erhältlichen italienischsprachigen Führern sind die Bezeichnungen nur auf italienisch, und oft klingen diese Namen völlig anders als die deutschen, sodass sich durchaus italienische Gäste verirren.

Empfehlenswert wäre, in italienischen Wandertipps neben den italienischen Bezeichnungen die deutsche in Klammer zu erwähnen, damit auch diese für Südtirol nicht unwichtige Gästegruppe nicht die Orientierung verliert.

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Wolfgang

Juli 17th, 2009 at 11:44

Die Kritiken im Hinblick aus trekking.suedtirol.info find ich durchaus gerechtfertigt. Die Sachen könnten überarbeitet werden. Dennoch ein tolles Projekt und man muss ja die Karten auch nicht gleich einbinden. Es reicht ja in vielen Fällen schon einfach nur dem Gast nicht zu verheimlichen, dass wir als Destination einen tollen Dienst wie diesen haben… da bin ich sicher.

Bei den Sprachen: RICHTIG: Ich hab mich in der letzen Woche mit meinem Bruder verlaufen weil ein Berg 2 versch. Namen hatte. Auf der Karte war der deutsche Name angegeben, auf der Wegbeschilderung ausschließlich der italienische, im Gespräch einmal kurz nicht achtgegeben… schon falsch.
Also von idiotensicher kann keine Rede sein und Kartenlesen können wirklich viele nicht.
Also auch hier bin ich ein großer Fan der zweisprachigen Angaben.

Auch haben wir nachher mit anderen 10 Minuten über den selben Berg gesprochen ohne es zu wissen, wir haben den deutschen Namen verwendet, die anderen kannten nur die ital. Bezeichnung für den Gipfel…

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Wolfgang Toechterle's Facebook Profile

Wolfgang arbeitete nach seinem Diplomstudium mit Schwerpunkt "Tourismus & Servicemanagement" als Unternehmens- berater im Tourismus. Weitere Erfahrungen im Bereich Event- und Directmarketing in Kanada führten Ihn ins Destinationsmana- gement bei Südtirol Marketing (SMG).

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