Wie Google Suggest den Suchmaschinenmarkt verändern könnte…

In: Webmarketing

10 Sep 2008

Google SuggestEin sehr interessanter Artikel zum Thema wie Google Suggest den Suchma- schinenmarkt verändern könnte! Den Artikel habe ich auf dem Blog von Scott Clark in englischer Sprache gefunden. Hier die ins deutsche übersetzte Version

Mehr Traffic auf regionalen Webseiten. Menschen geben häufig einfache Keywords wie „Zahnarzt“ oder „Gas“ in das Google-Suchfeld ein, ohne diese Suchbegriffe näher zu definieren. Google leitet diese Suchenden nun in der Regel auf nationale Seiten. Findet allerdings Google Suggest Anwendung beim User, so wird dieser mit einer ungleich höheren Wahrscheinlichkeit auf einer gut optimierten regionalen Website landen.

Google Suggest stellt eine neue Mikro-SERP dar: Jene Seiten, welche es in die Google Suggest Empfehlungen schaffen, erhalten damit eine „besser als die organische Nr. 1 Position“ da die Empfehlungen von Google selbstverständlich noch vor den organischen Ergebnissen durchgesehen werden.

Google Suggest könnte die sog. Long-Tail-Optimierung verändern. Jene Webmaster, welche sich vorwiegend mit Long-Tail Marketing beschäftigen werden erkennen, dass die Besucher, welche bislang über Long-Tail-Suchbegriffe auf die Website gestoßen sind weniger werden und damit zusätzlicher Aufwand nötig sein wird, um die Besucherzahlen in diesem Segment zu halten. Besucher, welche früher über 2-Wort-Phrasen auf die eigenen Website gestoßen sind, werden künftig 3-4-Wort-Phrasen nützen, was der Medium-Tail Optimierung zugute kommen dürfte. Allerdings könnten der Tail nach unten „abgeschnitten“ werden, d.h. dass die Zahl jener Besucher, welche früher über 3-4-Wort-Phrasen auf der Seite gelandet sind, künftig de facto schrumpfen könnte. Dies wiederum hat zur Folge dass Suchbegriffe konzentrierter auftreten, was die Google AdWords Gebote für Begriffe und Begriffskombis in die Höhe treibt und somit letztlich zu verschärftem Wettbewerb führt (Cluster-Effekt).

Google Suggest wirkt sich positiv auf das blockieren von Markennamen bei den bezahlten Anzeigen aus. Erscheint Ihr Markenname bei den Google Suggests und haben Sie evtl. eine AdWords Markenbescherde eingereicht, dann wird die Ergebnisseite frei sein von AdWords Ihrer Mitbewerber (sofern diese mit Ihrem Markennamen Werbung schalten) womit die eigenen Chancen geklickt zu werden sowohl bei den organischen Ergebnissen als auch bei den bezahlten Werbungen deutlich steigen.

Google Suggest könnte die Suchfähigkeiten der User für immer verbessern. Wenn Google Suggest permanent Empfehlungen für Keyword-Phrasen abgibt, so werden irgendwann auch jene User, welche sich bislang nie Gedanken über die eingegebenen Keywords gemacht haben, damit beginnen, die eingegebenen Keywords zu überdenken und bewusster zu kombinieren und einzusetzen. Auf diesen „neuen“ Suchenden werden sich Suchmaschinenoptimierer und Webmaster einstellen müssen.

Google Suggest kann ein Ad-Hoc-Tool für Negtive-Keywords sein. Via Google Suggest können Negative-Keywords identifiziert werden, welche Eingang in die eigenen Kampagnen finden könnten (klar gibt es dafür auch andere Methoden. Allerdings sollen unter Google Suggest mitunter andere Keywords auftauchen als bei anderen Tools – hab’s selbst leider noch nicht getestet).

Falscheingaben bei den Keywords werden über Google Suggest zu weiten Teilen eliminiert. Menschen fangen an das Suggest-Feature als Live-Auto-Korrektur zu nützen.

Das Hijacking von Google Suggest könnte sich zu einer SEO-Technik entwickeln. Es könnte künftig möglich sein, Google Suggest zu hijacken und damit einem Mitbewerber bewusst zu schaden. Wenn Sie z.B. das Produkt „ABC“ verkaufen, könnten die Suggests so manipuliert werden, dass eine der Google Empfehlungen lautet „ABC scheitert“, was sowohl die Besucherzahlen als auch die Verkäufe für „ABC“ mindern dürfte.

Qualifiziertere Suchen bieten bessere Statistikinformationen. Dadurch, dass die User eine klare Wahl zwischen verschiedenen vorgeschlagenen Suchbegriffen treffen müssen/können, werden Webmastern künftig bessere Daten zur Verfügung stehen bezüglich was vom User als anziehend erachtet wird und was weniger. Wage, Zwei-Wort-Phrasen in großer Zahl machen häufig Probleme wenn es darum geht als Webmaster Entscheidungen zu treffen. Hier kann Google Suggest Planungsvorhaben erleichtern.

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2 Kommentare bei Wie Google Suggest den Suchmaschinenmarkt verändern könnte…

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Herbert

September 10th, 2008 at 14:10

Eines ist jedenfalls jetzt schon klar: am meisten von Google Suggest profitiert Google selbst; der Traffic wird in Zukunft geschickt auf jene Suchanfragen weitergeleitet, bei denen höhere Adwords-Klickpreise erziehlt werden.

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Wolfgang

September 10th, 2008 at 19:13

Jup, das ist sicher! Aber das ist ja ohnehin bei beinahe allem Google-Services der Fall. Google ist ja ein gewinnorientiertes Unternehmen bei welchem der altruistische Gedanke ganz sicher immer erst hinter dem Profitgedanken steht… Daran wird sich wohl auch bei künftigen Services nichts ändern.
Schöne Grüße in die Heimat!

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Wolfgang Toechterle's Facebook Profile

Wolfgang arbeitete nach seinem Diplomstudium mit Schwerpunkt "Tourismus & Servicemanagement" als Unternehmens- berater im Tourismus. Weitere Erfahrungen im Bereich Event- und Directmarketing in Kanada führten Ihn ins Destinationsmana- gement bei Südtirol Marketing (SMG).

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